Tiefenbach
"Es gibt keine wichtigere Sorge in der Schule als die, den Geist der Wahrheit und des Vertrauens in ihren
Räumen zu erhalten. Er will aber nur wohnen, wo zugleich der Geist der Freiheit wohnt."

Friedrich Paulsen (1846 - 1908), deutscher Pädagoge und Philosoph

Spielen macht Schule  
an der Grundschule am Lichtacker Tiefenbach

Um Schülern das Lernen leicht zu machen, haben das ZNL „TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen Ulm“ und der Frankfurter Verein „Mehr Zeit für Kinder“ 2007 die Initiative „Spielen macht Schule“ ins Leben gerufen: Eine Spielzeug-Ausstattung für ein Spielezimmer können Grundschulen gewinnen, die sich mit einem originellen und gut durchdachten Konzept bewerben und von der Jury ausgewählt werden - dabei geht es darum, das Spielen sinnvoll in den Schulalltag einzubinden und möglichst allen an Schule Beteiligten Möglichkeiten zum spielerischen Lernen zu bieten. Das haben wir 2012 getan und prompt gewonnen!

ZNL und „Mehr Zeit für Kinder“ fördern so das klassische Spielen an Schulen, denn:

Spielen macht schlau!

„Spielen und Lernen sind keine Gegensätze!
Darum sind gute Spiele eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots.
Kinder unterscheiden nicht zwischen Lernen und Spielen, sie lernen beim Spiel.“,
so Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer. 

Mit „Spielen macht Schule“ soll der natürliche Spieltrieb gefördert werden, denn:

Spielen ist Lernen!

Spielen regt wichtige Lernprozesse an, die Kinder auf die Anforderungen in Schule und Alltag vorbereiten. Deshalb setzen wir viele unserer Spiele direkt im Unterricht ein.

Wir beginnen jeden Schultag mit einer Freiarbeitsphase, in der die Kinder sich neben der Arbeit an den Lernplänen oder das Schmökern in der Schülerbücherei u.a. auch für das gemeinsame Spielen entscheiden können. Und da der Schultag der ganzen Schule so beginnt, haben die Kinder auch die Möglichkeit, sich Spielpartner aus anderen Klassen zu suchen.

Wer morgens durch unser Schulhaus geht, findet arbeitende, lesende und spielende Kinder in den Klassenräumen, auf dem Flur, in der Aula, im Mittagsbetreuungsraum, im Besprechungsraum, im Lehrerzimmer... Das gemeinsame Spielen ist für die Kinder sehr bedeutsam geworden. Im Spiel üben sie soziale Verhaltensweisen, „spielend“ akzeptieren sie Regeln und halten sie ein, üben Ausdauer und Konzentration, wenden Lesen, Rechnen und Denkstrategien an, lernen, wertschätzend und sorgfältig mit den schönen Materialien umzugehen. Und bei alledem:

Spielen macht auch noch Spaß!

Hier rückt das soziale Lernen in den Mittelpunkt, die Spiele werden jahrgangs- und schulartübergreifend eingesetzt werden - ebenso wie in der Mittags- und Ferienbetreuung und im Projektunterricht.

Am letzten Schultag vor den Ferien gibt es einen festen Spieletag, damit die Kinder ausgiebig gemeinsam spielen können, bevor sie sich in die Ferien verabschieden.
 
Wichtig ist uns auch das Spiel bei den Kindern zuhause. Hier wollen wir den Familien vielfältige Anregungen bieten und Lust aufs gemeinsame Spielen machen durch eine Wochenend-Spielausleihe. Unsere Viertklässler dürfen die Ausleihe und Rücknahme übernehmen - schrittweise werden die damit verbundenen Aufgaben auf die Kinder übertragen, so dass sie lernen, Verantwortung zu übernehmen.
 
Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website zum Projekt.